• krautani

Ein Fall für zwei, oder...


...wie erklären wir es Frau Dr. Nagat?


Da ein Skaterhockeyspiel stets ein Fall für zwei Teams ist, fuhren wir am vergangenen Samstag nach Oberhausen und schauten in der wirklich schmucken Pflugbeil-Arena nach, ob noch jemand da ist. Im Gegensatz zur letzten Saison und zum sehr fiktiven größten Sohn der Stadt, Kommissar Hermann Josef Matula, fanden wir, neben wirklich netten Leuten, auch einen Gegner vor. Sehr erfolgreich in Kolonne angereist, auch wenn man weiß, dass selbst bei warnblinkend angezeigtem Hilfeersuchen, der Kolonnenmarshall ohnehin weiterfahren würde, zeigten wir uns motiviert und entschlossen, erstmals etwas Zählbares aus Oberhausen zu entführen. Die Anfangsminuten ließen dann auch gleich eine spielerische Unterlegenheit der Hausherren vermuten, dies war aber eine temporäre Erscheinung. Den durch die große Fläche und den Boden generierten Heimvorteil nutzend, meldeten sich die Miners konsequent im Spiel an und so konnte am Ende wirklich niemand genau sagen, ob unser 5:7 Auswärtssieg verdient gewesen war. Letztlich waren es erneut die besseren Einzelspieler, welche sich die Waage zu Gunsten von Team Unitas neigen ließen. Mike Nagat und Niklas Pilz zeigten sich in den entscheidenden Momenten sehr treffsicher, unterstützt von sensationellen Laufleistungen Sprucks, Schmidts oder Rudloffs. Überhaupt zeigte sich das ganze Team moralisch von seiner besten Seite und Coach Ogilvie arbeitete die Vorzüge eines nicht spielenden Trainers mit Ahnung an der Bande eindrucksvoll heraus. Oberhausen war insgesamt gleichwertig, hatte ebenfalls alle Chancen auf einen Sieg, den die Einheit aus Berlin am Schluss vielleicht ein winziges Bisschen mehr wollte. Eine andere Erklärung fällt uns in der Redaktion jedenfalls gerade nicht ein. Apropos Erklärung. Es ist uns zu Ohren gekommen, dass Frau Dr. Nagat sich kürzlich sehr langweilte. Ob dies der Fall war, weil Herr Dr. Nagat außer Haus, oder vielleicht zu Hause gewesen ist, wissen wir nicht. Jedenfalls ließ uns die Frau des Doktors die Ehre zuteil werden, eine Retrospektive unserer Berichterstattung vorzunehmen. Zu unserer Verwunderung äußerte sie danach die Verwunderung, dass sich unser Capitano in der Vergangenheit die eine oder andere Spitze hat gefallen lassen müssen. Merkwürdig, denn eigentlich sollte sie ihren "Doc" doch noch besser kennen als wir. Vielleicht würde er aber auch nicht weiterfahren, wenn sie beispielsweise mit eingeschaltetem Warnblinker am Rand der Autobahn "parkt". Egal, wir räumen mit Unverständnis seit jeher gern auf und wollen daher auch diese Wissenslücke füllen. Wir lieben unseren Capitano sehr und sind uns alle einig, dass er weit mehr als nur zwei Länderspiele absolviert haben müsste, weil uns, abgesehen von vielleicht Patrick Schmitz, einfach keine bessere Ente einfällt. Er hilft uns oft ungemein weiter, daher sind wir auch echt betrübt, wenn er vor der Saison notiert, dass er am 07. April nicht spielen könnte, wir extra am 06. April spielen und dann dennoch ohne ihn auskommen müssen, weil er "selbstverständlich" den 06. auch gemeint hat. Kurz: "Liebe Frau Doktor, wir sind dankbar dafür, dass sich ihr Herr Doktor vor Jahren für uns entschieden hat. Er ist ein wirklich freundlicher Zeitgenosse, den wir alle im Team sehr schätzen. Auch wenn die Vermutung nahe liegt, dass sich sein fremdsprachlicher Wortschatz auf den Terminus "Boys" beschränkt, zweifeln wir nicht an seinen sprachlichen (sofern man beim Rheinländer allgemein überhaupt von sprachlichen Kompetenzen sprechen kann) und intellektuellen Fähigkeiten. Sportlich ist er, wie beschrieben, ohnehin ein großer Gewinn. Machen sie sich bitte keine Sorgen, ihr Lebensgefährte ist bei uns in guten Händen und kann von Ihnen nicht mehr geachtet werden, als er es von uns wird! Sie werden aber sicher verstehen, dass in Berlin ein Kapitän, welcher ein aus Dusseldorf stammender Duisburger ist (die wohl einzige Kombination, welche noch schlimmer ist als ein Kölner), aufgrund seines Unterhaltungswertes auch als Sozialprojekt angesehen werden muss."

Wer uns auch ohne unseren Capitano ertragen kann, ist ganz herzlich eingeladen. Am 06.04.2019 spielen wir gegen die Rockets aus Essen. 18 Uhr, Osdorfer Straße.

Über den Unterhaltungswert des Essener Kapitäns können wir nicht viel sagen, vermuten aber er anreist und wissen, dass Lars Wegener an guten Tagen auf der Fläche auch ein kleiner Mike Nagat, oder auch Patrick Schmitz sein kann.

Bis dann, wir freuen uns auf euch...

Ps.: Unsere "Kölner" mögen wir übrigens auch sehr, wir haben einfach die besten "Ausländer" der Liga!


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